Gestern fuhren wir auf einen zweitägigen Schulausflug nach Zhenjiang und Yangzhou. Früh um sieben mußten wir schon
unten sein, um loszufahren, dementsprechend hab ich die Fahrt über erstmal fast nur gepennt. Beim folgenden
Mittagessen in Zhenjiang stand für mich fest, daß sich die 100 Yuan (knapp 30 Mark) für die zwei Tage bestimmt
lohnen würden -- solche Massen von leckerem Essen wurden wiedermal aufgetischt.
Insgesamt war die Fahrt dann auch wirklich sehr nett, obwohl in China Sightseeing heißt, von einem Tempel in den
nächsten zugehen. Da hört bei mir als Europäerin dann doch irgendwann das Interesse auf und es stellt sich ein
"die sind doch eh alle gleich"-Gefühl ein. Na, in Europa würde ich in jeder Stadt vermutlich auch in die lokale
Kirche rennen, um mir die Orgel und die Mosaikfenster anzuschauen; muß man schon gerechterweise zugeben.

So gings also in Zhenjiang zum ersten Tempel.


Der Tempel hat auch eine Pagode, auf die
wir später hochgeklettert sind.

Hier mal ein chinesischer Snack-Stand. Die
Dinge auf dem Bild sind Tee-Eier (in Tee gekochte Eier, andere kriegt man hier fast gar nicht, aber diese werden
gern gegessen), rechts "Chu Shui Wawa" (kleine Figuren, die anfangen in hohem Bogen zu pinkeln wenn man sie mit Wasser
begießt -- die sind nicht zum essen) und links (glaube ich) Tofuspieße.

Diese Dinge stehen vor Tempeln häufig rum.
Mir ist nicht ganz klar, wozu die eigentlich da sind, aber jetzt muß man Geld darauf werfen, welches oben liegen
bleiben oder besser noch in das kleine Loch oben hineinfallen soll.

Der Tempel war richtig schick, vor allem
innen: so was hab ich in den anderen Tempeln noch nicht gesehen! Eine große Wand mit lauter kleinen verrückten Figuren,
ganz bunt. Als einzige hielt ich mich (aus Prinzip?) an das Schild "Nicht Fotografieren".

Johannes (Indonesien).

Details.

Jetzt gehts zur Pagode.

Johannes. Und die Lehrer in
diesen schicken roten gesponsorten Pullovern, die sie wahrscheinlich zum Sportfest letztens (auf dem jedes Institut
auftreten mußte, und für das immer fleißig Tai Ji geübt wurde) bekommen haben.

Drei Mädels aus meiner Klasse. Ähm.
Chen Liangzi (Japan), Fan Shi (Japan) und Suzie (Indonesien). Auf Rechtschreibung keine Gewähr.

Dong Xi (Korea). Für Chinesischverstehende: Sein
Name ist natürlich nicht Dong1 Xi (das hieße dann nämlich "Ding"), sondern Dong1 Xi3 [sagt er] (also sowas wie "Osten
schön").

Dongxi und Tanja.

Aussicht ist schon ganz nett...

... aber es geht immer noch
höher.

Rotjäckchen.

Eddi (Indonesien).

Tanja vor den
weiten chinesischen Feldern.
Endlich oben!!

Der Jangtze ist irgendwie überall.

Johannes, Eddi und Tanja sind alle
oben gewesen! =)

Der Hafen von Zhenjiang (liegt am Yangtze).

Es wird Abend.

Und dann gibt
es einen Sonnenuntergang auf dem Chang Jiang (Yangtze).
Hm, irgendwie waren wir an diesem ersten Tag in Zhenjiang an drei Orten... Ich weiß aber wirklich nicht mehr, wann der
erste aufhört und der nächste anfängt. Peinlich, peinlich. Na so ists eben ein Gesamteindruck. Abends fuhren wir direkt
nach Yangzhou und übernachteten dort in einem schicken Drei-Sterne-Hotel. Leider waren wir viel zu müde um das richtig zu
genießen. Ein bißchen schalteten Lucy, Werner und ich noch den Fernseher an und unterhielten uns über Beziehungen (was
auch sonst), aber ich bin bestimmt halb zwölf schon eingeschlafen gewesen.